Fakten und Visionen zum Thema.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg hat im Juli 2003 mitgeteilt, dass das Bundesverkehrsministerium kein Geld zur Ausbaggerung der Este bewilligen wird, da kein Warentransport mehr stattfindet. Der Status “Bundeswasserstraße” sei damit gestrichen. Dazu völlig paradox (BT vom 7.3.07): Das Gewerbeaufsichtsamt in Ol-
denburg hat Buxtehude den Status eines Seehafens bescheinigt und einen Schiff-
abfallbewirtschaftungsplan angefordert.
Die A-26 Brücke wird in nur 6.80 m über NN (nach letzten Plänen nur 5,80 m) die Este kreuzen, damit den Hafen abschnüren und die Landschaft / Klima völlig verändern (Brückendamm, ca. 1700 m Länge!).
DAMIT WÄRE DER CA. 900 JAHRE ALTE BUXTEHUDER HAFEN TOT !
(Ein schlauer Ministerialbeamter nutzt das “EI-HENNE-PROBLEM” als Tot- schlagargument: Keine Tonnage -- keine Bundeswasserstraße -- kein Geld !)
WOLLEN WIR UNS DIESEN “FEDERSTREICH” GEFALLEN LASSEN ?
Wir wären doch keine Buxtehuder, mit Has und Igel-Mentalität, wenn wir so schnell aufgäben. Etwas schlitzohrig darf’s denn schon sein.
BBG - AKTIONSPLAN :
1) Einführung:
Eine Firma aus Hechthausen baggert vom Ufer aus das Hafenbecken aus. Angebot von 2003 (14.175,- EU für Hafen) muss erweitert und die Este auf ca.12 km flussabwärts ausgeschwemmt werden (Versandung). Hurra, inzwischen wird wirklich weiter ausgebaggert und ein neuer Hafenkran ist schon da ! Das ist die “Wurst”, mit der wird nach dem “Schinken” geworfen! Die “Jedsed”, (siehe BT 8.3.05 und NB.12.3.05) die im März 2005 die Schwinge ausschwemmte, spült dann vielleicht den Unterlauf der Este frei. Kosten aus Topf: Hamburger Gelder für Ausbaggerung von Unterelbe-Häfen. (Vorhabenträger HH und Bund, Elbvertiefung).
2) Präludium:
Jetzt wird (ab 3/07 wirklich!) ‘Frachttonnage’ auf der Este erzeugt: Mit Hilfe des Wasser- und Schifffahrtamtes wird der Hafen ausgebaggert und der Abraum mit Schuten (Lastkähnen) abtransportiert. ( Das ist Transporttonnage auf der Este). Finanzielle Hilfen aus dem Uldall- Fond (für Verschlickung kleiner Häfen an der Unterelbe, an Bürgermeister Günther Schild, Freiburg, Interessengemeinschaft Fluss-Häfen in NS wenden) sind möglich. Stade hat es uns vorgemacht: Hafen und Schwinge sind schon ausgebaggert.
Wenn die vom Bundesverkehrs-Ministerium geforderte Mindest-Umschlagtonnage erreicht ist,(100 t ? 1000 t ?) wird von der Stadt Buxtehude die Beibehaltung des Bundeswasserstraßen- Status der Este verlangt.
3) Thema:
Gleichzeitig wird mit aller Energie die Troglösung gefordert. (Inzwischen hat die gemeinsame Aktion aller Buxtehuder Ratsparteien und Gemeinschaften schon über 3000 Unterschriften gesammelt, BBG allein über 900, die im April 07 in Hannover übergeben werden). (Für Stade ist schon ein Schwinge-Trog geplant !). Nach letzten Schätzungen verteuert der Este-Trog die Querung um 4 bis 8 Mio.) Ist der BUXTEHUDER HAFEN für die weitere Zukunft der Stadt- für Jahrhunderte - diesen Aufwand nicht wert ? Jeder Bürger will den Hafen. Nicht nur Wassersportler und Restaurantbesitzer.
4) Intermezzo:
Jetzt aus den Mitteln für die Hafensanierung ( 2.7 Mio. EU ?) Hafeninfrastruktur ausbauen (nicht Wohnbauplanung oder eine Schiffs-Steckdose!), sondern Cafe, Ladenzeile, Stege ( schon fertig!), Liegeplätze, -Maritimes Ambiente- ! Uferbefestigungen sind im Rahmen des Hochwasserschutzes schon erstellt. Maritime Vielfalt durch Reaktivierung des Wassertourismus starten (Beispiel Stade!), z.B auch durch Hafenwerbung im Deutschen Hafenbuch, etc.
5) Finale:
Wenn wieder Barkassen nach HH, Ausflugsschiffe, Fähren, Wasser-Touristen und Segler nach Buxtehude kommen, schwimmen die Mehreinnahmen in unser aller ‘Säckel’. Erst jetzt die Hafengegend und das ehemalige Klärwerksgelände als bevorzugtes Baugebiet ausschreiben! Mit Trog kein Lärm durch die A-26, ein wirklich stadtnahes, maritimes und grünes Wohnen mit fußläufiger Hafenanbindung ohne den historischen Gestank am Melkerstieg. Erst jetzt hat dieses Land hohen Wohnwert und ist sehr gut geeignet für die Stadtentwicklung in naher Zukunft. Außerdem ist die einst für das Klärwerk vorgesehene Fläche bestens geeignet für eine Gewerbefläche nahe der A 26. Das müsste eine langfristig positive Wirkung auf das Stadtsäckel haben – wenn auch nicht unbedingt in dieser Wahlperiode. Das ist der “Schinken”, um den es sich doch lohnt, mit “Wurst” zu werfen. Aber ist die Verbesserung der Lebensqualität nicht noch wichtiger ? Sie erinnern sich: Wachstumsziel 40 000 Buxtehuder und die zugehörigen Steuereinnahmen!
Peper/ Busselt / BBG